Keine Betriebskindertagesstätte: Chance vertan!

Veröffentlicht am 26.11.2018 in Standpunkte

Auf dem neuen Gebäude in der Eichstraße hinter dem Rathaus hätte eigentlich eine Betriebskita für Bedienstete der Stadt entstehen sollen. Bis zu 4500 Personalkräfte in der Stadtverwaltung arbeiten in unmittelbarer Nähe. Damit Eltern bei dem vorhandenen Fachkräftemangel nach der Familienzeit wieder schneller ins Berufsleben zurückkehren könnten, wäre ein erreichbares Betreuungsangebot unabdingbar. Der Gesamtpersonalrat spricht sich für eine Betriebskita aus und sieht besondere Bedarfe bei den 0-3 jährigen Kindern. Jetzt setzen CDU und Grüne durch, dass es eine öffentliche Kita sein soll.

Die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen dezentrale Belegplätze bekommen.

„Warum CDU und Grüne und die Stadtspitze den Gesamtpersonalrat derart ausbremsen und das auch noch bei einem Thema wie einer Betriebskita, ist und bleibt mir ein Rätsel. Die Stadt braucht jetzt und in Zukunft noch mehr neue Fachkräfte. Da hätte eine Betriebskita, genau zugeschnitten auf den Bedarf der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, helfen können. CDU und Grüne sehen das aber anders – Chance vertan“, kritisiert die jugendpolitische Sprecherin der SPD Fraktion, Judith Vowinkel.

Jetzt soll es auf dem Parkhausdach der Eichstraße Belegplätze für das Personal geben und die anderen Plätze öffentlich vergeben werden. 45 Personalbelegungsplätze werden dezentral in sozialräumlicher Nähe in den Stadtbezirken angeboten. In der widersprüchlichen Diskussion wurde die Betriebskita unnötigerweise gegen diese Belegplätze und den Rechtsanspruch anderer Eltern ausgespielt. Die Entscheidung für eine öffentliche Kita, statt einer Betriebskita, ist auch eine Entscheidung gegen die Mitbestimmung des GPR. Andere Betriebe zahlen ihren Eltern Zuschüsse zur Kinderbetreuung. Die Stadt verzichtet auf ein wesentliches Angebot zur Personalgewinnung.

 

Foto: Neubau Eichstraße NOV 2016

 
 

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